Weißer Tee ist eine Rarität aus der Provinz Fujian in China. Man verwendet hauptsächlich Teespitzen, die mit weißem, silbrigem Haarflaum bedeckt sind.
Schon in der Sung Dynastie galt weißer Tee als Rarität und war als Tribut-Tee dem chinesischen Kaiser vorbehalten. Eine gewisse Menge der besten Tees, die im Laufe der Zeit mit dem steigenden höfischen Teekonsum immer höher wurde, mußte als Tribut an den kaiserlichen Hof geschickt werden. Der Tribut-Tee wurde in Form von zu "Kuchen" gepreßten Blättern geliefert. Obwohl Tee damals der Allgemeinheit in verschiedenen Formen zur Verfügung stand, grobkörnig, als lose Blätter, zu Pulver gemahlen und als "Kuchen", bevorzugten die meisten Teetrinker die letztere Art. Man schnitt von dem "Kuchen" schmale Streifen ab, die dann zu Pulver gerieben wurden.
Weißer Tee ist in der Verarbeitung sehr aufwändig und es ist großes Fachwissen notwendig. Die jungen Teetriebe werden händisch gepflückt. Weißer Tee ist leicht anfermentiert. Nach dem Pflücken werden die Teeblätter kurz an der Sonne getrocknet, dabei setzt eine leichte Fermentation ein. Der Aufguß ist klar und grünlich. Weißer Tee ist sehr mild und hat einen leicht süßlichen Abgang.
Die Ernte fällt naturgemäß im Vergleich zu herkömmlichen Blatt-Tees wesentlich geringer aus. Echter weißer Tee ist heutzutage sehr schwer zu bekommen. |